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„…lernen, wie man Leben rettet…“ Teil 3

Samstag, 19.10.2019

8.30 Uhr… Großes leuchtoranges Gewusel ist am DRK Bildungszentrum in Teterow zu beobachten. Ein LKW – Gerätewagen Sanität – nach dem anderen erobert den Parkplatz. Ebenso fahren KTW-B – Krankentransportwagen -, MTW – Mannschaftstransportwagen – sowie KdoW–Kommandowagen -  auf die Parkflächen und spucken Frauen und Männer in leuchtorange aus.

Was ist hier heute los????

Die Medical Task Force – MTF – 11, 12 und 13, also aus gesamt Mecklenburg, trifft sich heute zum Zentralen Ausbildungstag. In verschiedenen Workshops wie „verblutet wird nicht“, „wenn es brenzlig wird… (Gewaltprävention)“, „Kampf gegen die Zeit (Reanimationstechniken)“ und vieles mehr können wir Helfer neues lernen oder altes Wissen auffrischen.

Natürlich ist so ein Tag gleichzeitig wie ein Familientreffen. Somit gab es am Morgen ein großes Hallo untereinander und strahlende Gesichter mit Wiedersehensfreude und in den Pausen waren die Flure gefüllt von vielen Gesprächen. Denn bei allem Wissen, was ein Helfer haben muss, kommt es doch im Ernstfall auch darauf an, dass man sich gut versteht und aufeinander verlassen kann.

Am Ende des Tages durfte natürlich das obligatorische große Abschlussfoto nicht fehlen. Alles in allem wieder ein erfolgreicher Tag im Leben der Medical Task Force.


„…lernen, wie man Leben rettet…“ Teil 2 - "Mein erster Einsatz!"

Dienstag 09.07.2019,  von Anja Marner

Am Abend des 02.07.2019 war es soweit. Die Medical Task Force MV – MTF – wurde erstmalig seit ihrem Bestehen zu einem Einsatz alarmiert. Die Gefahrenlage aufgrund des Waldbrandes bei Lübtheen erforderte den Einsatz von zusätzlichen medizinischen Personal. 

Noch in den frühen Morgenstunden des 03.07.2019 rückten wir – die Teileinheit Bad Doberan – mit unserem KTW-B (Krankentransportwagen) in Richtung Lübtheen aus, um uns mit den anderen Teileinheiten der MTF 13 in der Nähe von Hagenow zu verbinden. Im Marschverband mit Blaulicht ging es dann gemeinsam weiter nach Lübtheen. Nach kurzer Einsatzbesprechung lautete unser Einsatzbefehl: „ Sanitätsdienstliche Absicherung des Standortes Trebs“.  Wir waren nicht nur beim ersten Einsatz dabei, wir fuhren sogar den ersten Dienst.

Am Standort angekommen, bestaunten wir mit offenen Mündern die gigantische Einsatztechnik der Feuerwehr, Bundeswehr, Bundespolizei, Polizei sowie des THW. Riesige Wasserwerfer, Räumpanzer, Hubschrauber etc. passierten uns. Glücklicherweise verletzte sich niemand, so dass wir ausreichend Freiraum hatten, diese spannenden Anblicke zu genießen. Im Verlauf der weiteren Einsatztage und der zunehmenden Entspannung der Gefahrenlage, ergaben sich sogar Momente, in den wir Einsatzkräfte uns gegenseitig unsere Technik zeigen konnten. Einen Hubschrauber der Bundespolizei von innen bestaunt man nicht alle Tage.

Aber auch am Bereitstellungsplatz – unserem Aufenthaltsort zwischen den Diensten – gestaltete sich zunehmend ein angenehmer Zusammenhalt zwischen den MTF-Einheiten 11, 12 und 13, der insgesamt 14 verschiedenen Standorte in Mecklenburg-Vorpommern.

Wir sind froh, dass die Gefahrenlage eingedämmt werden konnte, so dass der Einsatz am 08.07.2019 erfolgreich beendet wurde. Gerade als Einsteiger ist es eine gigantische Erfahrung, von der grauen Theorie plötzlich in die Wirklichkeit zu wechseln. Eine Erfahrung, insbesondere verbunden mit dem historischen Moment des ersten Einsatzes, die keiner von uns vergessen wird.


„…lernen, wie man Leben rettet…“ Teil 1

Samstag, 11.05.2019 von Anja Marner

6.30 Uhr… Der Wecker klingelt. Sofort bin ich hellwach. Heute ist Prüfungstag für die Ausbildung zur Sanitäterin. Ich bin ganz schön aufgeregt. Im Rahmen meiner Mitgliedschaft in der Medical Task Force möchte ich als Sanitäterin ausgebildet werden. 6 lehrreiche Ausbildungstage liegen hinter der Kursgruppe. Karen Krumbiegel und Bernd Klischke als Ausbilder haben es aber sehr gut verstanden, das umfangreiche Wissen abwechslungsreich und praxisnah zu vermitteln.

8.30 Uhr… Die theoretische Prüfung beginnt. 30 Fragen müssen im Multiple-Choice-Verfahren beantwortet werden. Für die Nerven haben die Ausbilder auf jeden Platz einen Schokoriegel gelegt. Von A wie Atemwege über H wie Herzinfarkt bis Z wie Zentralisation des Blutes, ein umfangreiches Wissen muss ein Sanitäter haben.

11.50 Uhr… Jetzt sind wir dran für die praktische Prüfung. In Zweierteams werden wir nun im Helfer-1-und-2-Verfahren anhand von 2 unterschiedlichen Praxisbeispielen beweisen, was wir gelernt haben. Das bedeutet, die Fallsituation erfassen, Symptome und Zeichen erkennen sowie Verantwortung für die notwendigen Maßnahmen übernehmen. 12.30 Uhr… geschafft! Die praktische Prüfung ist bestanden…

18.50 Uhr… Die Auswertung der Theorieprüfung ist da. Bestanden. Ich bin erleichtert und stolz zu gleich. Ab jetzt starte ich in ein Leben als Sanitäterin und freue mich auf meine Aufgaben in der Medical Task Force sowie in den Sanitätsdiensten.